Geschäftsentwicklung 2015

Volksbank Erle mit starkem Förder-Kreditgeschäft

Mehr Mitglieder, mehr Einlagen, mehr Kredite und ein Jahresergebnis auf gutem Niveau

Über eine gute Geschäftsentwicklung der Volksbank Erle konnten sich die Vorstände
Ralf Steiger und Michael Weddeling bei der Bilanzpressekonferenz freuen.
„Wir sind mit dem Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr sehr zufrieden. Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und damit weiter sinkender Margen konnten wir aufgrund eines guten Zuwachses im Kreditgeschäft und eines erneut stark gewachsenen Vermittlungsgeschäftes erfolgreich an das gute Vorjahresergebnis anknüpfen“, so die Vorstände einstimmig. Dass in Anbetracht verschärfter Wettbewerbsbedingungen solche Ergebnisse „nicht einfach vom Himmel fallen“ liegt nach Meinung beider darin begründet, dass die Volksbank Erle mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eng mit den Menschen in und um Erle verbunden ist und ihren Mitgliedern und Kunden genau das bietet, was von ihnen erwartet wird. Nämlich „Sicherheit“,
„Ur-Vertrauen“ und „Nähe“. Steiger und Weddeling richteten an der Stelle ein ausdrückliches Lob an die eigenen Mitarbeiter: „Wir haben einfach eine klasse Mannschaft, die hochmotiviert und bestens qualifiziert ist. Genau das macht uns so erfolgreich und hebt uns ganz deutlich von den Wettbewerbern am Markt ab.“ Ein Erfolg, den die Mitglieder und Kunden ihren Genossenschaftsbankern auch mit deutlich mehr Geschäftsabschlüssen im Jahre 2015 erneut bescheinigten. So sei es im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich gelungen, die Marktposition der Volksbank Erle zu verteidigen und sogar weiter auszubauen.

100 neue Mitglieder hat die „Bank mit Herz“ alleine in 2015 gewinnen können. Damit weist
die Volksbank Erle nunmehr eine Mitgliederanzahl von 2.335 auf und ist damit die wohl größte Personenvereinigung in ihrem Geschäftsgebiet. Überaus zufriedenstellend entwickelte sich, auf einem gesunden Niveau, das Kreditgeschäft der Bank. Die Kreditausleihungen wuchsen in 2015 nochmals um 3,1 Prozent auf rund 73 Millionen. „Die Volksbank Erle unterstreicht damit ihre starke Position als bedeutender Kreditgeber für die heimische Wirtschaft“, stellte Ralf Steiger fest. Weiter führt er aus: "Innerhalb des Verbundes haben wir weiteres Kreditgeschäft mit einer zweistelligen Zuwachsrate vermittelt.“  Überaus erfreulich entwickelten sich auch die privaten Kundenkredite, die sich im Wesentlichen auf den privaten Wohnungsbau erstreckten.“ Auch auf der Einlagenseite konnte die Volksbank Erle einen weiteren Anstieg verzeichnen. Trotz historisch niedrigem Zinsniveau erhöhten sich die Kundeneinlagen um 4,55 Prozent auf nunmehr insgesamt rund 57 Millionen Euro. Das Kundenanlagevolumen wuchs gar um 7,4 Prozent an. „Dieser erfreuliche Anstieg spiegelt das hohe Vertrauen der Sparer in unsere Bank wider. Unsere Kunden setzten im vergangenen Jahr vor allem auf kurzfristige Anlagen mit schneller Verfügbarkeit, um auf eventuell steigende Zinsen flexibel reagieren zu können“, spiegelte Michael Weddeling die Entwicklung. Auch im beratungsintensiven Vermittlungsgeschäft konnten die guten Vorjahresergebnisse erfolgreich fortgeschrieben werden. Steiger: „Wir sind bezogen, auf unsere Größe, auch in 2015 eine der erfolgreichsten Genossenschaftsbanken in Deutschland gewesen.
Natürlich zahlt sich auch die sehr hohe Produktqualität unserer Verbundpartner R+V Versicherung, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment und der Hypothekenbank WL Bank positiv aus.“
Zusammen mit dem Aufsichtsrat wird der Vorstand der Generalversammlung eine Dividenden-zahlung auf die Genossenschaftsanteile der Mitglieder von 7,50 Prozent vorschlagen. Neben der Dividendenausschüttung werde der Vorstand eine erneute Stärkung des Eigenkapitals vornehmen. Dies erlaube auch in den nächsten Jahren weiteres Kreditwachstum. „Die heimische Wirtschaft hat mit uns als verlässlichem Partner auch in der Zukunft keine Kreditklemme zu befürchten."
Massive Kritik übte Michael Weddeling an den Plänen der EU-Kommission für eine gemeinsame Absicherung der Sparguthaben von Europas Bankkunden. Alle europäischen Banken sollen von 2017 an in einen gemeinsamen Topf einzahlen, um zu vermeiden, dass bei einer drohenden Bankpleite besorgte Kunden - wie etwa im vergangenen Sommer in Griechenland - ihre Konten plündern. Weddeling warnt ausdrücklich vor den Folgen der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Vergemeinschaftung der Einlagensicherung innerhalb der Eurozone. „Es kann nicht die Aufgabe der deutschen Verbraucher und Banken sein, für Problemkredite anderer europäischer Finanzinstitute einzustehen, wie es die Kommission gerne hätte. Wer solide gewirtschaftet hat, darf dafür nicht bestraft werden.“ Die deutschen Volksbanken verfügten bereits seit Jahrzehnten über ein eigenes Sicherungssystem, das die Aufgabe habe, das Vertrauen der Kunden sowie der Geld- und Kapitalmärkte in die genossenschaftliche Finanzgruppe dauerhaft zu sichern. Dabei würden drohende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Banken abgewendet (sogenannter Institutsschutz) und ein umfassender, quasi unbegrenzter Schutz der Kundeneinlagen gewährleistet. Es sei zu befürchten, dass im Falle einer Bankenpleite in einem anderen Land der Eurozone, die gefüllten deutschen Töpfe der Einlagensicherungen angezapft würden, weil viele dieser Länder bislang entweder noch keine Einlagensicherung hätten oder deren Töpfe noch leer seien. „Es ist absolut inakzeptabel, dass Gelder, die die Genossenschaftsbanken in Deutschland zum Schutz ihrer Sparer zurückgelegt haben, europaweit für die Einlagen bei Banken in allen Eurostaaten mithaften sollen“, so Weddeling.

Für 2016 rechnet die Volksbank in Deutschland und auch in der Region mit einer verhalten positiven Konjunkturentwicklung. „Die Volksbank Erle blickt verhalten optimistisch in das Jahr 2016“, so der Vorstand. „Wir haben eine gute Ausgangsbasis und sind bestens vorbereitet, mit unseren Mitgliedern und Kunden gemeinsam erfolgreich die Zukunft zu gestalten. Verhalten optimistisch, da sich das niedrige Zinsniveau in der Zukunft in unseren Büchern bemerkbar machen wird“, konstatierte der Vorstand wenig begeistert von der Niedrigzinspolitik der EZB. „In Deutschland alleine hätten wir auf Grund der guten Konjunkturlage ein aktuell deutlich höheres Zinsniveau“, ist man sich einig. Beide Herren möchten sich gar nicht erst vorstellen was dieses niedrige Niveau für die jüngeren Jahrgänge und deren Altersvorsorge bedeute. „Hier werden nicht nur Vermögen radikal durch den Kaufkraftverlust vernichtet, sondern auch die Altersvorsorge elementar geschädigt“, führt Steiger aus. „Es ist dringend geboten in dem Bereich den Rat des Beraters einzuholen, um nicht später mit leeren Händen dazustehen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bestens qualifiziert, hoch motiviert und fühlen sich unseren Mitgliedern und Kunden auch auf dem Gebiet der Geldanlage und Altersvorsorge verpflichtet.“