Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Erle präsentierten am Donnerstagabend (29. September) auf der Generalversammlung positive Jahresbilanz für 2016

"Es ist uns in einem schwierigen Marktumfeld gelungen, unsere Position zu festigen und in Teilbereichen weiter auszubauen.“ Diese Aussage von Bankvorstand Ralf Steiger zog sich am Donnerstagabend (29. September) wie ein roter Faden durch die Ausführungen von Vorstand und Aufsichtsrat auf der Generalversammlung der Volksbank Erle.

Wie gewohnt tagte die Mitgliederversammlung im Saal der Gaststätte Brömmel-Wilms. Und wie gewohnt stand die Zusammenkunft unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Böckenhoff. Dabei ging es bei der Erledigung der Tagesordnung darum, die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat zum vergangenen Geschäftsjahr entgegen zunehmen und die nach Satzung und Gesetz notwendigen Beschlüsse herbeizuführen.

Nach einem Neuzugang von 74 Mitgliedern im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der Bankteilhaber auf den neuen Höchststand von 2.408 gestiegen. Dass die Volksbank Erle als regionale Kreditgenossenschaft „als kleines gallisches Dorf zwischen den großen Banken“ nicht auf eine schnelle Gewinnmaximierung aus sei, sondern die Förderung von Mitgliedern und Kunden oberste Priorität hat, stellte Vorstandsmitglied Michael Weddeling an den Anfang seines Berichts über die herausfordernden Rahmenbedingungen, der sich die Erler auch im vergangenen Geschäftsjahr stellen mussten. Als da wären: die anhaltende Niedrigzinsphase, die starke Zunahme der Regulatorik, und die zunehmende Digitalisierung. Hinzu kommt die bevorstehende Umstellung auf ein neues einheitliches Betriebssystem der Genossenschaftsbanken in Deutschland. Umso wichtiger sei es, „dass die Mitglieder und Kunden unsere Stärken schätzen“, betonte Weddeling.

Nach den Worten seines Vorstandskollegen Ralf Steiger, der anschließend die wichtigsten Kennzahlen der Bilanz vorstellte, hat sich die Volksbank Erle dennoch gut im Wettbewerb behauptet: Steiger wörtlich: „Wir dürfen mit unserer Entwicklung zufrieden sein.“

Die Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um 5,9 Prozent auf 97,3 Millionen Euro. Ursache ist hierfür der in dieser Größenordnung unerwartete Einlagenzuwachs von 7,3 Prozent auf 60,8 Millionen Euro. Dabei hielt der Trend zur kurzfristigen Geldanlage angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase weiter an.

Die in der Bilanz eingestellten Kundenkredite stiegen um 6,7 Prozent auf 77,7 Millionen Euro. „Für den Zuwachs verantwortlich zeichnet nicht allein die mittelständische Firmenkundschaft. Auch unsere Privatkunden haben das niedrige Zinsniveau genutzt und in Bau, Ausbau, Renovierung und energetische Sanierung von Wohnungen und Häusern investiert“, verdeutlichte Steiger.

Weiter stark engagiert war die Bank bei der Vermittlung zinsgünstiger Darlehen der öffentlichen Hand. Steiger: „Alles in allem haben wir zinsgünstige Darlehen mit einem Volumen von rund 2,3 Millionen Euro an Investoren aus dem privaten Wohnungsbau, der Landwirtschaft und der gewerblichen Wirtschaft vermittelt.“

Auch im Bereich von Spenden und Sponsoring war die Volksbank stark engagiert. Im Jahr 2016 kam eine Gesamtspendensumme in Höhe von exakt 27.415,44 Euro zusammen.

Durch Beschluss der Generalversammlung fließen 5,75 Prozent als Dividende auf die Konten der Mitglieder. Mit dem verbleibenden Teil ihres Überschusses stärkt die Volksbank ihr Eigenkapital.

Einstimmig votierten die Mitglieder für die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Turnusmäßig anstehende Wahlen zum Aufsichtsrat bestätigten Heinz-Werner Torringen für weitere drei Jahre im Amt.

Nach dem offiziellen Teil feierten die anwesenden Mitglieder die Gesangs- und Tanzgruppe „Fun Generation“ frenetisch.